“Es gibt etwas Unbegreifliches zwischen Himmel und Erde.” Antonina Domke

Shownotes

Was bleibt, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Schmerz, Erinnerungen, Sehnsucht nach einem Wiedersehen– und Erlebnisse, die manche als ein Zeichen der Verstorbenen, eine Kontaktaufnahme zu ihren lebenden Angehörigen erleben.

In dieser Folge von Schattenwispern ist Antonina „Toni“ Domke zu Gast: Schauspielerin, Sängerin und eine enge Freundin von Sonja Wolfer. Toni erzählt von ihrem Vater Emil, der Deportation und Zwangsarbeit überlebte und seinen Lebensmut bewahrte. Im Oktober 2022 starb er mit 94 Jahren.

Noch am Tag vor seinem Tod hatten sich Vater und Tochter zu einem gemeinsamen Spaziergang verabredet. Nach seinem Tod erlebte die Familie einen ungewöhnlichen Traum und die Begegnung mit einem Sperber. Für Toni sind diese Erfahrungen eng mit ihrem Vater verbunden.

Auch ihre Tochter Alice kommt in einer eingespielten Sprachnachricht zu Wort. Sie erzählt, wie sie die Vogelbegegnung erlebt hat – und wie sich Skepsis und Trost für sie miteinander verbinden.

Darüber sprechen wir:

  • Emils Lebensgeschichte und den Optimismus, den er seiner Familie mitgegeben hat.
  • Den letzten Krankenhausbesuch und den unerwarteten Abschied.
  • Ein besonderer Traum seiner Frau kurz nach Emil Domkes Tod: Hat Emil Abschied von seiner Frau genommen?
  • Die Begegnung mit dem Sperber und die Erinnerung an einen besonderen Kosenamen.
  • Psychologische Erklärungen für scheinbar übernatürliche Ereignisse oder Intuition und eine Verbindung ins Jenseits
  • Kryonik und die Frage, was ein Weiterleben für uns bedeuten würde.
  • Verbundenheit mit Menschen, Tieren und der Natur.

Das Gespräch lässt unterschiedliche Deutungen nebeneinander stehen. Es geht um persönliche Erfahrungen, offene Fragen und darum, was Menschen in ihrer Trauer Halt geben kann.

Zum Weiterhören

In den ersten drei Folgen von Schattenwispern geht es um Nahtoderfahrungen. Außerdem empfehlen wir die Folge zur Kryonik, wenn ihr euch für das Thema Überwindung des Todes, Leben nach dem Tod aus unterschiedlichen Perspektiven interessiert: Wissenschaft, Glaube, Esoterik …

Bilder zur Folge

Bilder von Antonina Domke und Emil Domke (© Antonina Domke) sowie vom Sperber (© Alice Domke) findest du auf der Podcastseite von Sonja Wolfer.

Weiterführende Informationen

  1. Cleveland Clinic: Hypnagogic Hallucinations. Erläutert Wahrnehmungen beim Einschlafen und, im Vergleich dazu, beim Aufwachen. Solche Erlebnisse sind häufig kein Anlass zur Sorge; die Quelle ermöglicht keine Diagnose der Mutter. my.clevelandclinic.org

  2. RSPB: Sparrowhawk – Accipiter nisus. Ornithologische Grundlage: Gärten sind geeignete Jagdgebiete für Sperber. Das erklärt noch nicht sämtliche Einzelheiten dieses Besuchs. Accipiter Nisus

  3. Epley, Waytz & Cacioppo (2007): On seeing human: A three-factor theory of anthropomorphism, Psychological Review. Psychologisches Modell dafür, wann Menschen nichtmenschlichen Wesen menschliche Eigenschaften und Absichten zuschreiben. doi.org

  4. Hewson et al. (2024; online 2023): The impact of continuing bonds following bereavement: A systematic review, Death Studies. Systematische Übersicht über fortbestehende Beziehungen zu Verstorbenen; berücksichtigt Trost, Belastung, Identität und Sinngebung. PubMed

  5. Kamp et al. (2020): Sensory and Quasi-Sensory Experiences of the Deceased in Bereavement, Schizophrenia Bulletin. Interdisziplinäre Forschungsübersicht; die große Mehrheit der beschriebenen Erfahrungen wird als unbedenklich eingeordnet. Sie belegt keinen tatsächlichen Kontakt zu Verstorbenen. PubMed

  6. Gabbert, Memon & Allan (2003): Memory conformity: Can eyewitnesses influence each other’s memories for an event?, Applied Cognitive Psychology. Experiment zu Einflüssen gemeinsamer Gespräche auf Erinnerungsberichte. Die Übertragung auf die Familiengeschichte ist eine mögliche Prüffrage, kein Nachweis einer Erinnerungstäuschung. Wiley Online Library

  7. Wason (1960): On the Failure to Eliminate Hypotheses in a Conceptual Task, Quarterly Journal of Experimental Psychology. Klassisches Experiment zur Prüfung von Hypothesen: Bestätigende Beispiele allein können zu falschen Schlüssen führen. Grundlage für Gegenfragen an beide Gesprächspartnerinnen. P. C. Wason, 1960

  8. Parnia et al. (2023): AWAreness during REsuscitation – II, Resuscitation. Prospektive Studie zu Bewusstsein und Erinnerungen im Zusammenhang mit Herzstillstand und Reanimation; untersucht kein dauerhaftes Weiterleben nach endgültigem Tod. PubMed

Musik

Welche Gedanken hat die Folge bei dir ausgelöst? Hast du selbst etwas erlebt, das du als Zeichen eines verstorbenen Menschen empfunden hast? Wir freuen uns auf deine Rückmeldung.

Bleib offen. Bleib neugierig. Bleibt kritisch.


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Kontakt zu Antonina Domke Instagram: @ein.fisch.namens.toni

Kontakt zu Schattenwispern

Transkript anzeigen

00:00:00: Und dann sagte sie, ja fahr mal unterbrachte sich selber und hat gesagt ist er tot.

00:00:08: Das hat uns natürlich auch noch mehr geschockt, dass sie das geahnt hat.

00:00:13: Als wir dann gesagt haben, ja wir wurden gerade vor einer halben Stunde anberufen.

00:00:18: Da hat sie gesagt

00:00:19: ich

00:00:19: habe es geahmt in dem Moment wo ich euch gesehen habe.

00:00:24: und dieser Traum dann also.

00:00:28: ich hab's dann in den moment schon

00:00:30: gewusst.

00:00:34: Willkommen bei Schattenwissmann, dem Podcast über außergewöhnliche wahre Geschichten von besonderen Menschen.

00:00:41: Rätselhaften Ereignissen, geheimnisvollen Orten, Geschichten die auch Tabus nicht scheuen!

00:00:49: Der True Story-Podcast der Autorin und leidenschaftlichen Friedhofspaziergängerin Sonja Wolfer.

00:01:06: Es ist eine Frau, eine sehr vielzeitige Frau.

00:01:10: Das kann ich euch schon mal versprechen.

00:01:12: Sie ist Schauspielerin, sie ist Sängerin und hat dann nochmal umgeschult und ist jetzt Pro-Kaufrau aber immer noch sehr künstlerisch unterwegs.

00:01:24: Und weshalb ich mich besonders freue, dass du heute hier bist?

00:01:28: Dass du einer meiner besten Freundinnen bist!

00:01:31: Heute ist unser Gast Antonina Dunke.

00:01:34: Herzlich willkommen bei Schatten.

00:01:35: bis wann.

00:01:36: Danke schön, ich freue mich aus.

00:01:39: Wir haben da immer wieder darüber gesprochen.

00:01:42: ihr da draußen für euch noch zur Info.

00:01:44: Toni ist eine der drössten Hörerinnen von Schattenwissbarn von Anfang an und sie hat mir immer wieder Mut gemacht und gesagt mach weiter das ist spannend.

00:01:53: was du machst interessiert mich und ihr habt jetzt gerade schon gemerkt.

00:01:56: ich sage Toni obwohl sie Antonina heißt aber ich bin das einfach so gewohnt.

00:02:01: Ich werde jetzt auch weiter Toni sagen Liebe Toni, es geht heute um dich natürlich.

00:02:08: Aber schwerpunktmäßig wird es um einen anderen Menschen gehen nämlich um deinen Vater Emil Donke.

00:02:19: Das Besondere an unserem Gespräch heute wird sein dass dein Vater leider nicht mehr lebt.

00:02:27: er ist im Jahr Und darüber werden wir sprechen und noch über viel mehr.

00:02:38: Bevor wir jetzt aber über den Herbst und Winter, und da zwei ganz besondere Ereignisse sprechen rund um den Tod deines Vaters möchten wir deinen Vater gern ein bisschen kennenlernen.

00:02:51: Wenn du ihn uns jetzt vorstellst gibt es eine kleine Begebenheit oder Szene bei der ihn uns am besten vorstellen können.

00:03:03: Was für ein Mensch war dein Vater?

00:03:07: Mein Vater war ein ganz besonderer Mensch, also vielleicht sagen viele davon über ihre Väter aber mein Vater war einen sehr stäuscher Mensch.

00:03:19: er war ein sehr bescheidener Mann oder oft in sich gekehrt, aber umso mehr stand er für die familiären Belange.

00:03:31: Er war sehr ... Für die Familie hat sich sie ja um die Familie gekümmert.

00:03:35: und wenn du mich jetzt so fragst wie kann ich meinen Vater am besten mir vorstellen bei der handwerklichen Tätigkeit?

00:03:41: Okay.

00:03:42: Gartenarbeit irgendwas zurück- tüfteln irgendwelche Lösungen für irgendwelchen schwerwiegende Probleme oder nicht so schwerwiegende Probleme erfinden auch durchsetzen.

00:03:54: Er hatte so ein Ingenieur Gedanken und konnte eigentlich im Grunde genommen alles, alles effektlich.

00:04:00: Das hat er sich in seinem Leben wohl beibringen müssen oder auch wollen sage ich jetzt mal, der war ja sehr motivierter.

00:04:08: Und so am besten stelle ich mir mein Vater vor irgendwo im Garten mit einem Spaten oder irgendwo in dem Tomatenhäuschen wo ihr da an den Tomaten rumhext also... So stell ich mir meinen Vater immer

00:04:22: vor.

00:04:22: Das hört sich richtig schön an!

00:04:25: Du hast gerade eben auch gesagt, vielleicht auch weil er sich das beibringen musste... Dein Vater hat ja auch eine besondere Lebensgeschichte also Stichwort Deportation, Zwangsarbeit und große Veränderungen in seinem Leben, die er überstanden hat?

00:04:43: Vielleicht kannst du ganz kurz mal erzählen was seine Geschichte ist.

00:04:48: Mein Vater ist so genanter Russland-Deutscher, also genau genommen Wolenien-Deutcher.

00:04:56: Viele kennen die Geschichte von den Volga-Deutenen aber Wolenian liegt in der Ukraine und es auch eine ehemalige deutsche Kolonie oder in Russland.

00:05:08: Mein Vater war dreizehn, als der Stalin den Befehl der Deputation abgegeben hat.

00:05:16: Das war am achtentzwanzigsten August einundvierzig mitten im Weltkrieg und zweiten Weltkrig, der gerade angefangen hat.

00:05:23: Und Stalin hatte so eine gewisse Paranoia dass die Deutschen, die ihm in der Sowjetunion und in Russland im russischen Reich gelebt haben das irgendwie sich mit Hitler verbünden könnten.

00:05:36: Also hatte die einfach alle komplett deportieren lassen, etwa eine halbe Million Menschen.

00:05:43: Und mein Vater war zu den Zeitpunkten dreizehn und wurde dann mit seiner Mutter zusammen deportiert.

00:05:52: Der Zug fuhr erst mal nach Kasachstan, der Zug fuh ungefähr zwei Monate lang und in dieser bereits.

00:05:59: bei dieser Fahrt hätte er schon zwei oder drei Mal sterben können.

00:06:04: Er hat das aber überstanden.

00:06:06: Dann waren sie in Kazakhstan, mussten dann im tiefsten Winter erst mal helfen.

00:06:13: Und danach dann im Jahre ... ... forty-two nach Ural.

00:06:19: zu gehen, um in ein Zwangsarbeiterlager zu kommen mit der Mutter.

00:06:23: Da hat er halt auf dem Bau der Barakken für die Arbeiter eines Metallwerkes gearbeitet.

00:06:29: Er hat gebaut und auch Holzarbeiten ausgeführt, er hat Straßen repariert und alles Mögliche.

00:06:37: Und als er nach Deutschland kam, da war ja bei einem Orthopäden ... Und der Orthopéde hat gesagt, wieso haben sie so lange Arme?

00:06:47: Also mein Väter hatte wirklich irgendwie schon etwas längerer

00:06:51: Ahnung.

00:06:52: Und dann hat er darauf geantwortet, ja ich habe doch auch Zementsecke in diese Etage geschleppt auf einem Rücken.

00:06:59: Das heißt auch sein Rücken ist auch kaputt gewesen seine Knie sind kaputt geworden aber er war ihm geist nicht kaputt zu machen.

00:07:07: Er hat immer in seinem Leben wie gesagt diese positive Note beibehalten und hat sein Leben immer gemeistert, um uns quasi immer mitgerissen.

00:07:18: Also das wäre auch meine nächste Frage gewesen, die hast du eigentlich gerade schon beantwortet von dem was ihn getragen hat?

00:07:26: Was hat er euch mitgegeben?

00:07:27: also das scheint ja wirklich auch so ein Optimismus zu sein anzupacken obwohl es manchmal richtig... ich sage dass es einfach mal so echt scheiße war, also wirklich schwer war.

00:07:40: Kann man das so sagen?

00:07:41: War ja auch.

00:07:42: Ja, also er hätte tatsächlich... Also ich beschäftige mich ja mit der Familiengeschichte, das weißt du.

00:07:48: Mein Vater hat wirklich als er achtzig geworden ist und hat sich hingesetzt und hat alles aufgeschrieben was in seinem Leben erlebt hat.

00:07:56: Und da hat tatsächlich alles noch gewusst

00:07:58: seit er irgendwie

00:07:59: vier Jahre alt war oder so.

00:08:01: Was weiß man denn schon von seiner Kindheit?

00:08:03: Also ich kann mich kaum an etwas erinnern, vielleicht zu Episoden aber mein Vater war so richtig sachlich bei der Sache und hat dann auch alles aufgeschrieben was er noch wusste und der wusste echt viel.

00:08:16: es hat auch wirklich für sechs jahre vielleicht auch länger gedauert bis er das alles beendet hat aber ich habe das jetzt.

00:08:24: meine Mutter ist genauso gepolt die schreibt auch immer alles auf Und diese Familiengeschichten, die sind natürlich sehr wichtig.

00:08:33: Ja und wenn ich seine Lebensgeschichte lese

00:08:37: dann

00:08:38: merke ich oft er hätte mindestens vier fünf mal sterben können ob das jetzt in der Kindheit war wo er fast da trunken war ob dass jetzt bei der Deputation war als der Zug bombardiert wurde in der Zwangsarmee wo er tatsächlich Schwer geschuftet hat, nicht zu beißen gekriegt hat.

00:09:00: Kälte im Urall minus vierzig da hätte er auch schon sterben können.

00:09:06: aber er hat irgendwie diese diese Philosophie.

00:09:10: das Leben gibt mir gerade eine Zitrone also mache ich Limonade daraus.

00:09:15: Er hat irgendwann immer wieder einen Weg gefunden wie er weiter lebt Und der war ja auch motiviert.

00:09:23: Der hat Musik gemacht, er hat gesungen ... Er hat ... Ja, Witze, Gedichte geschrieben... Also, der war eigentlich sehr positiver Mensch und ich glaube das hatte mir doch sehr geholfen.

00:09:37: Ich denke gerade so Toni wie ich nicht kenne hast du da ganz viel von ihm glaub' ich auch.

00:09:43: Hoffe ich sehr!

00:09:46: Das

00:09:47: finde ich schon also so.

00:09:48: dieses positive auch wenn du Unter Druck stehst du total genervt bis gestresst bist, hast du immer dieses.

00:09:55: ich mache jetzt aber was Schönes draus.

00:09:58: So und auch dieses künstlerische so das finde ich finde dich wirklich auch bewundernswert.

00:10:05: Dein Vater ist viel neunzig geworden richtig?

00:10:08: Ja obwohl er so oft letztendlich dem Tod schon begegnet ist, ist er so alt geworden Und dass es ja das Thema worums heute auch schwerpunktmäßig gehen wird Ihr miteinander über den Tod gesprochen.

00:10:24: und weißt du, ob er selber an so etwas wie einen Weiterleben nach dem Tod geglaubt hat?

00:10:31: War das Thema bei euch?

00:10:32: Nein.

00:10:33: Also, Tod war nie ein Thema bei uns.

00:10:36: Ich weiß nicht, ob meine Eltern beide Angst davor hatten darüber zu sprechen.

00:10:43: Wir waren überhaupt nicht... Involviert in dieses Thema, sage ich jetzt mal.

00:10:48: Ja klar sind die Leute gestorben.

00:10:51: also man muss ja auch sagen der Tod war bestimmt auch ein Reizthema für ihn weil sein Vater und seine älteren Brüder wurden ja von Stalin erschossen Also von der Regierung quasi verhaftet und dann erledigt.

00:11:08: Seine Mutter wusste das nicht.

00:11:11: sie ist Hallo Hat immer geglaubt, die sind irgendwie am Typhus oder nun in Zündung gestorben und so weiter.

00:11:21: Also diese Perestroika und Glasnost kam ja erst später ab und hat sie nicht mehr erlebt.

00:11:27: Und mein Vater nannte sich selber ein letzter Mojicaner weil seine Schwester ist relativ früh gestorgen auch Anfang siebziger Jahre sein, sein jüngerer Bruder.

00:11:42: Erich... Der ist neunzig gestorben.

00:11:44: und als der Erich gestorgen war dann hat er Vater gesagt so jetzt bin ich der letzte Mohekaner.

00:11:48: Alle anderen sind schon vorausgegangen.

00:11:51: Und ich glaube er hatte dieses Thema nicht so unbedingt mussieren wollen weil das war Ich vermute mal ein schmerzhaftes Thema.

00:12:00: Ja Das heißt du bist dir nicht sicher oder könntest jetzt nichts sagen?

00:12:10: Geklaubt, dass es möglicherweise weitergehen könnte nach dem Tod?

00:12:14: Das kann ich dir nicht sagen, wenn man dann geglaubt

00:12:16: hat.

00:12:16: Also ich würde auch nicht sagen das er an Gott geglaubт

00:12:19: hat.

00:12:20: Ja also weil alle Sowjetbürger waren ja Atheist und wobei... Also das hat er so nicht gesagt.

00:12:30: aber Ich denke mal, ein Teil des Glaubens war dabei.

00:12:35: Weil er ja immer gesagt hat ... Ja ich hätte auch tot sein können aber irgendwie Schutzengel hätte ich gehabt.

00:12:43: also zumindest das war das

00:12:45: Thema

00:12:45: dass da so Schutzengeln oder irgendwelche Mächte seien könnten die ihnen davor bewahrt haben zu sterben seiner Zeit.

00:12:56: Ich habe die Frage auch deshalb gestellt, weil wir heute über zwei Ereignisse sprechen.

00:13:03: Schwerpunktmäßig über eins und noch über ein zweites, wo es genau um diese Frage geht.

00:13:11: Wo ich bei dir – wir haben da ja schon häufiger drüber gesprochen – raushöre, dass du dir das zumindest vorstellen kannst, dass es etwas gibt?

00:13:22: Die Folge hat einen Titel, ein Zitat Und dir auch, es gibt da vielleicht doch mehr zwischen Himmel und Erde als wir glauben.

00:13:39: Du hältst das für möglich?

00:13:41: Ist das seit diesem Ereignis so?

00:13:43: Also sprich seid dem Tod deines Vaters so oder hast du vorher schon auch für möglich gehalten dass da vielleicht noch mehr ist und das in irgendeiner Form vielleicht weitergehen könnte nach dem

00:13:55: Tod?

00:13:56: Doch das habe ich eigentlich auch schon davor gedacht.

00:13:59: Ja also wenn man So was wie eine Weitexistenz sich vorstellt.

00:14:06: Glaubst du dann, dass wir als Personen und Mensch als Individuum weiter existieren?

00:14:14: Oder glaubst du das ist mehr so ein Weiterleben in der Erinnerung von Menschen?

00:14:21: Also das klassische Hülle- und Paradies – das glaube ich nicht!

00:14:26: Ich glaube eher daran, dass sie vielleicht eine andere Form annehmen.

00:14:31: Also unsere Seele eine andere Form annimmt.

00:14:34: Ich bin fest davon überzeugt, dass die menschliche Seele unsterblich ist.

00:14:39: Die Frage ist nur wohin geht sie?

00:14:42: Aber ich tue mir wirklich schwer mir vorzustellen das die Seele irgendwie in die Hölle abrutscht oder halt Petrus trifft meine Seele dann irgendwo oben?

00:14:52: also ich glaube eher nicht sondern Bei mir ist der Gedanke so, dass die Seele durchaus eine ganze Weile in da Gegentrum schwert.

00:15:04: Da wo sie sich wohl gefühlt hat und auch auf der Erde bleibt wahrscheinlich grüß als ich auf der Erde.

00:15:12: aber wir sind ja alle aus Sternenstaub.

00:15:14: vielleicht geht es hier auch irgendwo hin weiter.

00:15:17: Das ist schöne Vorstellung.

00:15:19: also wir haben da ja schon mehrmals drüber gesprochen.

00:15:21: bei mir ist es so das mein Vater ja auch gestorben ist für über dreißig Jahren schon Und ich seitdem merke, die Frage wird für mich existenziell.

00:15:30: Ich war lange auch in der katholischen Kirche, weil das Kind und Jugendliche sehr aktiv bin mittlerweile vor einigen Jahren ja auch ausgetreten.

00:15:38: Der Hauptgrund war, dass bei mir die Zweifel mittlerweile einfach sehr groß sind.

00:15:43: Und ich mir aber immer noch wünsche, Mensch Papa, gib mir mal einen Zeichen!

00:15:48: Also ich fühle eine ganz starke Verbundenheit zu ihm... Ich habe auch im Vorfeld zu dir gesagt, unserem Gespräch mal so ein bisschen den Advokatos Diabolie machen und habe mich noch etwas besser vorbereitet.

00:16:04: So die Frage, was ist tatsächlich auch möglicherweise eine Wunschvorstellung?

00:16:09: Zu was ist unsere Psyche fähig?

00:16:12: Grundsätzlich ist es bei mir aber immer so dass ich sage wenn ich irgendwann mal die Augen zumache für immer und mache sie plötzlich wieder auf wen meiner Zertiere, die ich ja auch geschrieben habe und es geht doch weiter.

00:16:25: Dann freue ich mich wie bolle als ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.

00:16:29: Ich würde jetzt ganz gerne zu dem zeitpunkt kommen wird bevor dein vater gestorben ist Und zwar hab ich das überschrift der letzte besuch hoffnung und dann doch ein unerwarteter abschied.

00:16:43: am tag vor seinem tot War dein Vater, also hast du mir erzählt zu Scherzen aufgelegt.

00:16:50: Er war gut drauf und ihr habt euch für den nächsten Tag glaube ich zum Spaziergang mit deinen Kindern verabredet?

00:16:57: Du hast eine erwachsene Tochter und einen erwachsenen Sohn.

00:17:01: Würdest du uns mal mitnehmen diese letzte Begegnung die du mit deinem Vater hattest?

00:17:05: Ja!

00:17:05: Also ich muss auch sagen dass mein Vater seinen Geburtstag noch ganz normal gefeiert hat in der Auguste.

00:17:11: Am zwanzigsten August wurde er vierundneunzig Und er hat nur eine acht Minuten Gerede gehalten.

00:17:18: Also die hat mit meiner Mama auch Hochzeitstag an gleichem Tag.

00:17:21: und dann hat er noch tatsächlich gesagt, er hätte extra geheiratet damit er den Hochzeitstag nicht vergisst.

00:17:28: also der war schon wirklich witzig.

00:17:33: aber dann im September fing das so an dass er plötzlich irgendwelche Halus hatte Leute gesehen hat, die in den Garten

00:17:45: kamen.

00:17:46: Und ... die natürlich keiner gesehen hat?

00:17:51: Ja.

00:17:52: Da haben wir gesagt was ist das denn?

00:17:54: und dann hat der Ärztin gesagt ja das sind wahrscheinlich diese Demenzschüpe, die jetzt

00:17:58: kommen.

00:17:59: Achja!

00:18:00: So,

00:18:00: und das war wohl zum Ende September schlimmer geworden.

00:18:04: er war mehrfach im Krankenhaus.

00:18:06: Er kam aber immer wieder hier raus, er hat sich immer wieder bekrabbelt.

00:18:11: Er hatte einen ein Bein in Zündung, wo keiner konnte sich erklären warum die Plusdichtern kam.

00:18:18: Und dann hat er sich quasi mit Antibiotika behandeln lassen und kam dann immer wieder raus.

00:18:23: Er hat sich immer wieder begrappelt so wie ihn halt kannten.

00:18:27: Und an diesem

00:18:32: Tag

00:18:33: war ja schon bereits im Warstein der Krankenhaus.

00:18:37: Zwei Tage davor ist er da hingekommen, den habe ich gar nicht wieder

00:18:41: erkannt.

00:18:42: Der hat so randaliert, der hat so geschehen die Ärzte angeschrien dass sie ihn hier nicht behalten wollten und war Steiner Krankenhaus hat ihn aufgenommen Und da kam er eigentlich auch zu Ruhe.

00:19:01: Am ersten Tag wo ich ihn besucht habe das war ein Montag Da hat er mich nicht unbedingt erkannt aber Er hat gesagt, er möchte gerne Maxime sehen.

00:19:14: Also meine Sohn und dann hab ich mit Max gesprochen und habe gesagt du musst am Dienstag zu ihm fahren.

00:19:20: das war eine Corona-Zeit, eine ganz schlimme Zeit.

00:19:23: man konnte nur mit Testa rein und die ganze Tohabu Und nur für eine Stunde.

00:19:30: und Max hat gesagt okay und dann ist irgendwas passiert in seinem Büro und der konnte nicht.

00:19:37: also bin ich wieder hingefahren, habe einen Test gemacht Und sah mein Vater dann plötzlich im Bett sitzen.

00:19:46: Gar nicht mehr auf der Intensivstation, sondern unten im Bett.

00:19:50: Er war auch gar nicht mehr ... haben sie immer Fessel gekriegt?

00:19:54: Diejenigen die rentaliert haben.

00:19:56: Er hat am ersten Tag die Fessel gehabt aber am zweiten Tag nicht mehr und er saß da auf dem Bett und hat mich erkannt.

00:20:11: Dann habe ich mich tierisch gefreut weil ich dachte so jetzt Jetzt geht es wieder bergauf.

00:20:15: Ich war richtig froh, dass ich jetzt da bin und nicht mag, sonst hätte ich das

00:20:19: verpasst.".

00:20:20: Ja!

00:20:21: Und wir haben uns ein stunderlang über die Sundarms unterhalten... ...ich habe eben die Videos gezeigt, die Fotos gezeigt in meinem Handy.

00:20:29: Er hat gelacht, er hat gefragt wie es der Katze geht und wie ist der Mutter?

00:20:35: Er war wieder voll

00:20:37: da.

00:20:37: Also manchmal hatte ich das Gefühl, dass er nicht so ganz gut sieht hab ich dann aber gesagt, okay, Handy ist klein, kann ja sein.

00:20:47: Manchmal hat er irgendwie einen Blödsinn gesagt, aber ansonsten war er schon so am Lachen und ich weiß noch das war ein Krankenpfleger, ein großer schwarzer Mann ... Und er hat nur noch zu mir gesagt, weißt du noch wie in dem Film Green Mile?

00:21:06: Also diese Scherze die er vor sich gegeben hat, der hat auch mit ihm so bisschen geflörtet Und der Mann hat auch mit ihm Scherze gemacht.

00:21:15: Ich dachte, das geht

00:21:16: jetzt wieder

00:21:17: besser!

00:21:18: Ja

00:21:24: und dann hat er mich gefragt wo ist denn der Max?

00:21:28: Warum darf der Max hier nicht mit?

00:21:30: Wo ist den Alice?

00:21:31: Dann haben ich gesagt wir können nur einzeln

00:21:33: kommen

00:21:33: Corona.

00:21:36: Aber wenn wir nach draußen gehen sind wir alle da.

00:21:41: Dann setz ich dich in den Rollstuhl.

00:21:44: Kommen, kommen nach draußen und wir gehen da spazieren.

00:21:47: Und es war ja Herbst... ...und in Warstein waren die Wälder schon so rot, grün, gelb, so schön!

00:21:54: Ich habe gesagt, guck mal aus dem Fenster total super!

00:21:58: Ja, sind so schön und ich darf nicht.

00:22:00: Ich sage doch du darfst diese, ich rede mit der Ärztin.

00:22:03: Und morgen ziehen wir dir eine Jacke an und kommen alle und dann empfangen die dich alle draußen und gehen spaziert.

00:22:10: Ja, da freue ich mich drauf.

00:22:11: Das war so sein letztes Wort?

00:22:22: Ich habe mich wirklich sehr gefreut.

00:22:25: Bin noch nach draußen gegangen, hab dann hin zum Gunz anberufen und hab gesagt ey der Opa bekrabbelt sich feder.

00:22:36: wir haben ausgemacht dass wir morgen spazieren gehen.

00:22:40: seht zu das ihr es auch wirklich hinkriegt max vollen du sie zu dass du in dein büro frei kriegst und dann machen wir das.

00:22:48: ich habe mir das

00:22:49: festgesprochen.

00:22:50: So

00:22:51: und dann in dieser Stimmung bin ich dann nach Hause gefahren.

00:23:01: Und kurz vor fünf Uhr morgens am nächsten Tag aus dem Schlaf gerissen zu werden, wo die Krankenschwester mir gesagt hat ihr Vater ist vor zehn Minuten verstorben.

00:23:18: Das war für mich ... In dem Moment Unvorstellbar, weil ja klar, wir sind sich Jahre alt.

00:23:28: Ja die ganze Probleme was er da angeräuft hat.

00:23:32: Aber nicht dieser schöne Nachmittag.

00:23:37: Nicht dieser Abend wo wir dann uns verbledet haben.

00:23:44: Das war für mich doch schon ein Schock.

00:23:50: Gab es da auch etwas wie... Was du dir vorgenommen hattest, noch mit ihm zu besprechen oder ihm am nächsten Tag zu sagen?

00:23:59: Und was du dann nicht mehr sagen konntest.

00:24:02: Also ich wollte ihm eigentlich diese Normalität wiedergeben so dass die Enkel da sind das wir alle zusammen sind und der Corona das war ja echt bescheuert.

00:24:12: und also dieser Normalität wollte ich ihn dann geben wie damit uns allen zusammenspazieren zu gehen zu sagen, ja wir haben uns oft eigentlich immer was erzählt.

00:24:27: Was gesagt?

00:24:29: Also es gab jetzt nichts wo ich nicht sagen kann

00:24:33: das ist ungesagt mitgeteilt

00:24:35: oder ungesagt blieb sondern ich wollte ihm einfach diese Normalität noch mal bieten und wollte mich eigentlich freuen dass er wieder nach Hause kommt.

00:24:44: Ich war mir sicher nach diesem Tag wo ich ihn gesehen habe was auch gegessen hat und getunken hat, was er ja quasi einen Tag oder zwei Tage zuvor verneint hat.

00:24:55: Er wollte das gar nicht essen und trinken und jetzt doch... Und ich dachte so Jetzt ist es wieder da!

00:25:05: Das kannte ich schon wie gesagt von anderen Aufenthalten im Stadtklinikum wo erst die ersten drei vier Tage total down war und Schmerzen hatte und ich aufstehen konnte usw.. Und dann hat er sich bekrabbelt und dann saßen wir im Café, im Stadtklinikum.

00:25:22: Und haben uns da an die Doten erzählt oder Kuchen gegessen und gelacht... ...und dieser Moment war scheinbar wieder da!

00:25:32: Also ich habe das schon häufiger gehört dass wir Menschen kurz bevor wir sterben, bevor wir gehen wird da noch mal richtig Kraft bekommen und aufleben.

00:25:45: Meine Mutter war ja auch Krankenschwester und Hebamme, die hat es auch aus dem Krankenhaus erzählt so dass sie das häufiger auch erlebt hat und ich habe das so auch schon gehört sodass die Angehörigen dann wieder Hoffnung haben sowie ihr auch und das ist für den Mensch aber irgendwie auch und für deinen Vater ja dann auch für euch ein Schock war, aber für ihn auch schön war, dass er dich ganz bewusst dann noch mal gesehen hatte und mit dir gesprochen hat.

00:26:14: Und ja auch diese Vorfreude dann hatte.

00:26:20: Du hast mir von zwei Ereignissen erzählt.

00:26:25: direkt an diesem Morgen als du den Anruf bekommen hast, hat ja deine Mutter auch etwas erlebt beziehungsweise euch dann etwas erzählt?

00:26:33: Und ihr habt es gemeinsam, du und deine Schwester auch erlebt.

00:26:36: Magst du uns das mal erzählen?

00:26:37: Ja!

00:26:39: Also das war wie gesagt kurz nach fünf Uhr morgens.

00:26:45: Alice hat ja noch bei mir gewohnt und als Erste bin ich dann zu ihr gegangen, habe sie geweckt und hab hier das dann gesagt.

00:26:54: Sie weinte dann sofort oder wir beide weinten Und dann habe ich gesagt es muss alles jetzt nichts Wir müssen ins Krankenhaus fahren weil auch diese Dame die mich angerufen hat von der Dezeption, wie gesagt hat jetzt müssen sie mal rüber kommen und ja alles in die Wege leiten.

00:27:15: Und dann habe ich meine Schwester angerufen, meine Schweste und ihr Mann wohnen oben im Haus, meine Eltern unten.

00:27:24: Unsere Häuser sind ja nur zwanzig Meter voneinander entfernt an den Garten.

00:27:29: Also ich hab Alena angerufen.

00:27:31: Sie ist auch sofort dran gegangen und ich habe mir das dann gesagt und dann sagte sie okay Dann kommen wir hier rüber mit Alice.

00:27:41: Wir fahren beide und Alice bleibt dann bei der Oma, also der Schwager hat ja zu dem Zeitpunkt noch gearbeitet und so haben wir das beschlossen und wir haben ganz still und leise.

00:27:58: Alena ist da, meine Schwester ist da runtergekommen, hat ganz vorsichtig die Terrassentür für uns aufgemacht Und wir sind dann ganz leise, rein ins Wohnzimmer.

00:28:07: Die Tür war ja auch zu, Alena hat uns dazu gemacht und ... Dann saßen wir da zutritt und haben uns dann beraten.

00:28:15: wie geht das weiter?

00:28:16: Alice war der Meinung Wir können ihr das nicht antun jetzt wegfahren und Oma im ... Also ...

00:28:23: Im Ungewässer sagen, ja.

00:28:26: Ich möchte das jetzt nicht... ich kann jetzt diese Verantwortung nicht übernehmen dass ich ihr dann das sage und was passiert dann, ich weiß es nicht.

00:28:34: Vielleicht kann ich das jetzt nicht überstehen, oder wir beide ... Ich weiß nicht was kommt.

00:28:42: Also wäre gut, wenn wir Oma wecken würden und ihr da sagen

00:28:46: würden.".

00:28:48: Und dann haben wir so immer hin- und her beraten.

00:28:52: Wir wussten auch nicht, wie es besser ist.

00:28:55: Mit einem Mal geht die Tür ins Wohnzimmer auf und steht unsere Mutter da im Wohnzimmert.

00:29:00: Sie war recht verschlafen.

00:29:03: Und fing dann sofort an zu erzählen Sie hat jetzt gerade verstanden, dass es ein Traum war.

00:29:09: Aber eigentlich hätte sie das nicht für einen Traum gehalten.

00:29:13: Sie hat von dem Papa geträumt und in ihrem Traum Geräusch gehört, ist dann wach geworden und sah ihn auf einem Schreibtisch stehen.

00:29:25: Ihr Schreibtische steht vor dem Fenster.

00:29:29: Und sie sah ihn quasi auf den Schreibtischen stehend nackt hinter der Gardine versteckt.

00:29:37: Dann

00:29:38: wurde sie in ihrem Traum ösig und hat gesagt, was machst du denn dafür?

00:29:42: Blödsinn.

00:29:44: Du sollst da runterkommen!

00:29:45: Du kannst so gar nicht ohne Rollato gar nicht gehen.

00:29:48: Und jetzt bist du auf dem Tisch gekrabbelt... ...und stehst dahinter der Gardiner.

00:29:52: Was soll das

00:29:52: denn?!

00:29:53: Also sie hat ihn angeflaut.

00:29:55: Ja.

00:29:56: Und dann hat er ihr nur gesagt, hat kurz rausgeguckt und hat dann gesagt ich bleibe hier stehen oder meckerte sie wieder auf.

00:30:09: Und er blieb dann standhaft.

00:30:11: und dann ist sie vor lauter Ärger aufgewacht.

00:30:16: Und hat verstanden, das war ein Traum.

00:30:19: Hat da natürlich hinter der Gardine geguckt als Erster und sah dann einen Lichtspalt und hat verstandene jemanden ist hier im Wohnzimmer.

00:30:30: Dann ist sie rein zu uns und hat uns dann entdeckt Und sie guckte uns dann, die war noch so ein bisschen ärgerlich und hat an diesem Traum erzählt.

00:30:41: Wir sagten nichts und guckten nur ganz geschockt an, weil wir das nicht fassen konnten,

00:30:46: was sie gerade erzählt.

00:30:49: Dann sagte sie auf einmal unterbrachte sich selber und hat gesagt ist er tot?

00:30:57: Das hat uns natürlich auch noch mehr geschockт, dass sie das geahnt hat.

00:31:02: Als wir dann gesagt haben ja, wir wurden gerade vor einer halben Stunde angerufen Und hat sie gesagt, ich hab's geahnt.

00:31:10: In dem Moment wo ich euch gesehen habe und dieser Traum dann also Ich hab es dann in den moment schon gewusst Ja und an ist aber Alice dann Bei ihr geblieben war auch erleichtert dass das jetzt so raus kamen und sie hat ja Besonder reagiert.

00:31:37: Also sie hat die sie ist nicht im train ausgebrochen

00:31:40: deine mutter

00:31:40: was ja sondern sie hat das so Aufgenommen so besonnen.

00:31:46: Und wir haben ihr dann gesagt, wir müssen jetzt ins Krankenhaus und sie gesagt okay das ist ja gut dass Alice hier bleibt da bleiben wir jetzt zur Zeit.

00:31:54: Und die können dann fahren.

00:31:55: also sie hat es ruhig aufgenommen.

00:32:01: Wie war das für dich in dem Moment?

00:32:03: Weißt du das noch als deine Mutter das so erzählt hat?

00:32:06: weißt du was dir dadurch im Kopf gegangen ist?

00:32:10: Das Erste ist ja natürlich, das haben wir dann mit meiner Schwester im Auto die ganze Zeit.

00:32:14: Die ganze Fahrt nach Wahrstein, aber dann besprochen.

00:32:18: Dass er als Erster dann zu ihr gegangen ist und ihr dann quasi im Traum erschienen ist.

00:32:25: Und Abschied genommen hat?

00:32:26: Ihr gesagt hatt ich bin jetzt gegangen so in dem Sinn oder...

00:32:30: Ja genau!

00:32:31: Jetzt nicht direkt, er hatte nicht gesagt ich bin tot sondern er hat gesagt ich komme nicht vom Tisch runter.

00:32:39: Das war schon, denke ich mal so sein Anliegen.

00:32:44: So haben wir das aufgenommen.

00:32:49: Ich habe ja gesagt, ich mache den Advokatus Diaboli.

00:32:53: Ich hab da auch noch einmal ein bisschen recherchiert.

00:32:57: Es gibt dieses Phänomen dass man kurz vor dem Aufwachen oder kurz vor der Einschlafen Halluzinationen haben kann Und das ist etwas ganz normales, das ist überhaupt nichts Pathologisches.

00:33:11: Man kann da unterschiedliche Sinneswahrnehmungen haben, man kann was riechen und spüren.

00:33:16: Es kann auch sein... Also so habe ich jetzt gelesen, dass einem Person auch, dass man die plötzlich vor sich sieht wenn du sowas hörst, was geht dir dann durch den Kopf?

00:33:31: Wenn du dann an das denkst was ihr erlebt habt

00:33:36: dass es quasi eher so ein psychologisches Moment oder Geschehen

00:33:43: ist.

00:33:47: Ich glaube nicht, also VB nicht das es das ist.

00:33:55: ich glaube eher daran, dass der Mensch sich tatsächlich verabschiedet die Seele sich verabsiedelt.

00:34:02: Das was ich dir vorher gesagt

00:34:03: habe,

00:34:04: dass die Seelen dann irgendwann mal gehen.

00:34:08: dass sie natürlich nicht irgendwo wie ein Poltergeist in der Wohnung bleiben kann, wobei es wahrscheinlich manche schaffen.

00:34:17: Aber normal sage ich jetzt mal die Seele, mein Vater hat ja ein langes erfülltes Leben gehabt und er hatte auch nichts verbrochen.

00:34:30: Manchmal sagt man ja so Poltergeist, wenn da jemand ihn umgebracht hat oder sowas.

00:34:35: Dass das seine Tat noch ist?

00:34:37: So musst du nicht zur Uhr kommen kann!

00:34:39: Aber mein Vater hat ein erfülltes Leben, er hat niemandem was zu leide getan.

00:34:45: also sein Gewissen müsste wirklich glasklar sein und so finde ich musste dann auch irgendwann mal auch wirklich

00:34:54: gehen

00:34:56: Wobei ich auch mir vorstellen kann, dass er gerne geblieben werde.

00:34:59: Weil ich hab dir ja erzählt... ...dass wir noch bevor ins Krankenhaus kamen am mein zwanzigsten Oktober Spaziergang gemacht haben hier an der Ansberger Straße und sind dann an einem Feld stehengeblieben wo eine schwarze Katze so gut unter dem Feld und man sieht ganz lange beobachtet.

00:35:18: Mein Vater war sehr nachdenklich und hat gesagt Ich mache mir Gedanken wenn nicht mehr bin Was machst du dann?

00:35:26: Oder wie geht es denn euch, oder wie geht's dann alleine.

00:35:29: Wie ist das mit der Familie, ob ihr dann Probleme habt oder nicht?

00:35:36: und wie ist es dann mit dem Weltfrieden?

00:35:39: also er hatte so diese Gedanken gehabt, wie wird es dann euch gehen ohne mich.

00:35:48: Ich habe gesagt ach Papa ich sag tu ne Macht ihr jetzt keine Gedanken?

00:35:54: Ja, wie man das so macht.

00:35:55: Wie man das sagt, genau!

00:35:56: Ja,

00:35:57: schön sonnenuntergang die schwarze Katze, die da ein Mäuse jagt.

00:36:00: Wir genießen einfach mal jedes Wetter und gehen dann gleich nach Hause.

00:36:06: also ich roll dich nachhause und deswegen dachte ich ja... Das war ihm schon ein Anliegen.

00:36:17: Also bei meinen Vater der war ja dreiundsechzig.

00:36:21: Ich sag jetzt mal, wenn jemand wie mein Mutter ist, der immer noch gut geht.

00:36:26: Aber da rechnet man auch eher damit, dass das irgendwann passiert.

00:36:29: Mein Vater war dreiundsechzig.

00:36:32: Da haben wir überhaupt nicht mit gerechnet.

00:36:34: Bei mir war es mit dem Traum damals so, dass ich die erste Woche überhaupt nicht von ihm geträumt habe und ich kam mich immer sehr gut an meinen Träumen erinnern.

00:36:41: Nicht Träume immer sehr wild!

00:36:43: Wir träumen ja alles kann sich nun jeder daran erinneren.

00:36:46: Bei mir war das einmal so, dass erst nach einer Woche, nachdem auch die Beerdigung vorbei war.

00:36:52: Da ist das erste Mal in meinen Träumen aufgetaucht und es gab zum Beispiel einen Traum

00:36:59: wo

00:37:00: meine ganze Familie also meine Mutter und meine Geschwister und mein Vater bei einem Autounfall tödlich verunglückt sind.

00:37:07: nur ich bin übrig geblieben.

00:37:09: dann sind alle wieder so in träumen es plötzlich wieder aufgetauscht und alle haben gesprochen um ein vater nicht.

00:37:17: Und als ich wach wurde, dachte ich ja klar.

00:37:20: Er ist auch der einzige, der wirklich gestorben ist, den nicht mehr sprechen kann!

00:37:30: Ich habe mich damals während des Studiums gerade zufällig mit der Traumdeutung von Freud beschäftigt und habe die grade gelesen – und für mich war das damals schon klar dass meine Art irgendwie diesen Tod zu verarbeiten, der so unfassbar ist und übrigens bis heute für mich noch unfassba.

00:37:48: Und gleichzeitig habe ich dieses Gefühl der Verbundenheit mit ihm und wünsche mir das es nicht nur mein Wunschdenken ist sondern dass er wirklich noch irgendwo ist.

00:38:00: Es ist auf jeden Fall sehr, sehr spannend!

00:38:04: Es gibt ein zweites Ereignis.

00:38:07: also ihr Lieben wenn ihr jetzt so ein bisschen Unruhe hört Meine Hündin ist auch hier in der Nähe und die ist ein bisschen penetrant.

00:38:15: Die muss jetzt gerade mal zur Ordnung rufen.

00:38:18: Toni, es gibt ein zweites Ereignis und dieses Eregnis wird jetzt nicht du erzählen sondern ich habe eine Überraschung für dich.

00:38:27: Dieses Ereknis wird uns jetzt einer Person erzählen, die damals tatsächlich dabei war Und das werde ich dir und euch jetzt vorspielen.

00:38:40: Opa war eines der härtesten Dinge, die mich in meinem Leben je getroffen haben.

00:38:46: Das war der erste Tod, den ich in meiner engsten Umgebung wirklich aktiv mitbekommen habe und jenseits als Kleinkind zu hören, dass der Verwandte von einem Bekannten von irgendwem gestorben ist.

00:39:06: Deshalb hat mich der Tod wirklich schon extrem mitgenommen.

00:39:10: Und für mich war Trauer und dieser Umgang sehr schwierig an sich, sehr, sehr schwierig.

00:39:22: Ja...und ich glaube, was ich sehr normal bei Menschen ist, sehr gerne an irgendwelchen Zeichen hinweisen festgehalten und aktiv auch gesucht.

00:39:37: Und deswegen finde ich diese Geschichte auch, wenn sie vielleicht auch nicht wahr ist.

00:39:43: Auch wenn da nichts hinter ist trotzdem sehr schön und ich halte sie immer noch in meinem Herzen und ich glaube daran, auch wenn mein normales Ich glaube ich sehr skeptisch ist was alles angeht einfach weil es mir glaube ich dabei hilft mit Dieser Trauer irgendwie umzugehen.

00:40:10: Am twenty-fünfundzwanzigsten November, zweitausendzweiundzwanziger knapp ein Monat nach dem Tod von meinem Opa, was am sechsten zwanzigste Oktober, zweitausendzehnzwanzige war, kam ich glaube ich einen Anruf?

00:40:28: Ich meine es war ein Anrufe... Von meiner Tante die gerade bei meiner Oma war und erzählt hat das ist einen Vogel gibt, der da sitzt.

00:40:39: Und ich weiß nicht, ob es meine Mama war oder ... Nee, ich glaub, meine Mama noch gar nicht da.

00:40:44: Auf jeden Fall bin ich dann rübergekommen, weil also das passiert irgendwie ganz oft bei unserer Familie, dass irgendwelche verletzten Tiere ankommen, die wir uns kümmern.

00:40:55: Das ist eigentlich schon fast schon Traditionen und deswegen bin ich halt drübergekommen.

00:41:04: Und dieser Vogel saß wohl laut der Erzählung von meiner Tante erst nachdem er gegen die Scheibe geflogen ist, von dem Balkon ganz lange auf den Teppich vor der Tür.

00:41:16: Und da hatte sich dann irgendwann wohl aufgerappelt und hat sich auf... Ich weiß nicht, das sieht irgendwie so aus wie eine Ratschlauch ich weiß nicht genau was es ist aber hat sich dann auf jeden Fall hingesetzt, aber weiter oben also ist ja wohl irgendwie dahin geflogend und saß dann da Und so habe ich ihn auch dann aufgefunden.

00:41:42: Der saß irgendwie ganz entspannt oben und ich hab mich erst mal nicht wirklich getraut, näherzukommen weil ich ... Ich wollte dass sein verletzter Vogel irgendwie wegfliegt und sich vielleicht noch mehr verletzt.

00:41:57: aber ich hab dann doch schon gemerkt das dieser Vogel sehr beobachtend ist und ja der hat einfach irgendwie seinen Ding gemacht er hat da gesessen hat sich der Schien jetzt nicht so schreckhaft.

00:42:12: Erschienen irgendwie sehr entspannt, dafür dass er wohl gerade gegen eine Scheibe geflogen ist.

00:42:19: aber meine Tante meinte er ist wohl auch nicht hart gegen die Scheibe Geflogen.

00:42:23: also der Schiene war einfach kurz verwirrt zu sein und hat sich dann ein bisschen aufgerappelt und hat da gesessen.

00:42:32: Und ja dann habe ich Fotos von ihm gemacht weil ich diesen Vogel unfassbar schön fand.

00:42:40: Also ich habe, glaube ich so einen Vogel noch nie gesehen.

00:42:43: Ich hab auch direkt wissen wollen was für eine Art von Vogel das ist und hab dann mit Google irgendwie gesucht, also mit dem Bills danach was für ein Vogel es sein könnte.

00:42:54: Und hab dann auch herausgefunden dass es ein Sperber ist.

00:42:57: Ich habe auch noch nie von diesem Vogel gehört!

00:43:01: Ganz eigenartig.

00:43:03: Und ja, irgendwann bin ich dann reingekommen und hab mit meiner Tante meine Oma geredet.

00:43:09: Meine Tante war direkt der Auffassung.

00:43:11: Das hat was mit meinem Opa zu tun.

00:43:14: Für mich war das in dem Moment ein bisschen noch frisch, glaube ich, dass mich das irgendwie auch irgendwo verletzt hat.

00:43:23: Ich mein es war wirklich fast einen Monat her erst.

00:43:27: Trauer kann sehr einsam sein Weil es verschiedene Arten von Menschen gibt, die einfach auf verschiedene Arte und Weisen damit umgehen.

00:43:37: Und ich wusste in dem Moment noch gar nicht, wie ich damit umzugehen habe.

00:43:40: Das war irgendwie so einer der Momente, wo wir zusammengetauert haben abseits von der Beerdigung... ...und abseits vom Gesprächen.

00:43:53: Also das war ein schöner Moment.

00:43:58: Kein unbedingt negativer oder Negativ behafteter Moment, sondern wirklich ... ein sehr vernetzender Moment.

00:44:10: Der einen eben näher gebracht hat.

00:44:12: und was ich halt schön fand, dass er so erst mal entspannt war und dass er auch wirklich eine halbe Stunde oder so noch da saß bevor er weggeflogen ist.

00:44:25: Ich fand es einfach schön das zu beobachten, weil ich auch Tiere sehr gern mag.

00:44:31: Ja, das hatte irgendwie was.

00:44:32: Aber ich hatte in den Moment noch nicht so ... ein hundertprozentiges Gefühl von da.

00:44:37: Also hab ich immer noch nicht.

00:44:38: Aber ja, ich hatte noch nicht diese Klarheit von okay, das ist definitiv mein Opa oder keine Ahnung.

00:44:49: Das hat sich am nächsten Tag wirklich geändert.

00:44:52: Meine Mutter hat nämlich diesen Vogel auch recherchiert und hat dann irgendwie den ganzen ... die Artikel von dem ausgedruckt und mir mitgebracht.

00:45:01: Dann hab ich was über den gelesen, was ich davor nicht wirklich gemacht habe.

00:45:05: Ich wollte nur wissen, was von Vogel das ist ... und wie der da hingekommen ist.

00:45:10: Und dann hab ich gesehen, dass er mit Schwalben verwandt ist, womit ich gar nicht gerechnet habe.

00:45:19: Das sieht für mich irgendwie aus wie so ein kleiner Greifvogel.

00:45:22: Ich hab jetzt seine Flügel nicht wirklich ... ausgewaltete gesehen, aber ich hätte niemals gedacht dass er mit Schweiben verwandt ist.

00:45:31: Aber der Sperber ist mit der Schweibe verwandt und da habe ich wirklich dann an meinem Gedächtes gezweifelt weil mein Opa mich immer immer als seine Schweibe bezeichnet hat.

00:45:52: der russische Begriff dafür ist Lastachka, beziehungsweise es ist die Verniedlichung sogar glaube ich.

00:46:00: Und er hat mich immer so genannt.

00:46:03: Er hat immer gesagt Maya Lastachkar und das war für mich der Moment wo ich ja wirklich auf einmal diese Situation komplett anders gesehen habe.

00:46:20: erst dadurch dass meine Tante darüber so geredet hat noch zusätzlich mit dieser ... fast schon Klarheit, okay.

00:46:30: Er hat mich immer so genannt und jetzt merke ich, dieser Vogel ist ja verwandt mit den Schwalben!

00:46:38: Und das war irgendwie ein wirklich sehr schöner Moment.

00:46:45: Auch wie gesagt, ich bin eigentlich dann ein relativ skeptischer Mensch was sowas angeht.

00:46:50: aber ich meine auch dass Man sich gerne die Freiheit lassen kann, an Dinge zu glauben, die einstärken.

00:46:58: Solange es einen nicht kaputt macht und nichts Gefährliches ist ... Kann das schon eine Art Aufheitung sein oder ja... Eine Art Perspektivwechsel?

00:47:12: Und so sehe ich die Situation heute.

00:47:20: Ja, liebe Toni!

00:47:24: Ich bin sehr überrascht, dass Alice mit dir drüber gesprochen

00:47:27: hat.

00:47:29: Ja!

00:47:29: Ihr habt es euch wahrscheinlich auch gedacht?

00:47:32: Es war Alice Thonis Tochter, die tatsächlich bei diesem zweiten Ereignissen, das es schwerpunktmäßig heute ja auch geht dabei war.

00:47:41: und ich habe da verschiedene Gedanken, verschiedene Fragen dazu.

00:47:45: aber bevor ich darauf komme... Was ist dir so durch den Kopf und vielleicht auch durchs Herz gegangen?

00:47:51: Wahrscheinlich noch mehr durchs Herzen, als du das gehört hast.

00:47:53: Man muss ja auch sagen, meine Tochter studiert Psychologie.

00:47:57: Das hat sich jetzt nicht erwähnt.

00:47:58: aber diese anfängliche Nüchternheit... ...das hat mich schon ein bisschen schmunzeln lassen weil ich verstehe dass diese Erkenntnis So wie du gerade gesagt hast, du hast ja auch Freud gelesen und so.

00:48:20: Dass diese psychologische Erkenntnis mit dem etwas, ich sag mal esoterisch angehauchten Dasein von mir zum Beispiel auch ein bisschen kämpft.

00:48:32: Ja?

00:48:35: Dass das eine Logik gibt und Intuitionen gibt.

00:48:38: aber Ich finde ja dass sie das erwähnt hat, dass Maya Laschka ja, dass mein Vater zu ihr gesagt hat.

00:48:47: Das ist dann doch eine Brücke zu diesem Glauben was ich in dieser Situation hatte von diesen empfinden oder intuitiven Empfinden hatte, dass es dann diese doch Brücke geschlagen wird also zwischen diesem nüchtern psychologischen und dem was man eigentlich mit dem Herzen fühlt.

00:49:09: Das finde Sehr schön.

00:49:12: Ja, also diesen Zwiespalt den sie da beschreibt, den habe ich ja auch und ich merke auch dass sich bei mir und zum Beispiel auch meiner Mutter das da vieles parallel läuft.

00:49:26: Also dass ich letztendlich es ist eine Hoffnung da Es ist ein Sehnsucht da Dass es irgendwie weiter geht Und dass man mit dem lieben Menschen auch wieder zusammenkommt.

00:49:36: Es gab bei uns ein Ereignis Das meine Mutter hatte einen Erlebnis.

00:49:42: Sie war damals noch berufstätig, hatte nachts Bereitschaft und musste ins Krankenhaus.

00:49:46: Es war Winter, mein Vater ist im Januar gestorben Und sie musste nachts los und es war Schnee unklatt und sie musste so einen kleinen Berg runter von unserer Einfahrt runter auf die Straße und hat die Kontrolle über das Auto verloren.

00:50:02: und direkt gegenüber von der Straße geht's ganz still runter also auch so ein kleiner Weg.

00:50:08: und sie hatte wirklich Panik und hat gedacht jetzt rutscht sie hier, schmiert sie herab und schmeert da diesen Hang runter.

00:50:19: Und dann hatte sie plötzlich das Gefühl jemand greift ins Lenkrad... ...und schafft es das Auto wieder unter Kontrolle zu bekommen.

00:50:28: Dass das nicht Sie war!

00:50:30: Ihr Gedanke war damals der Bruno, also mein Vater.

00:50:40: Gleichzeitig ist jetzt natürlich auch weit über dreißig Jahre her.

00:50:47: Wir sprechen da nicht viel drüber tatsächlich.

00:50:50: Aber ich habe ja gesagt, ich bin aus der Kirche ausgetreten weil meine Zweifel immer größer werden und dann hat sie das auch so angedeutet dass es bei ihr auch so ist.

00:51:00: aber ich glaube wir halten wahrscheinlich beide alles für möglich.

00:51:07: wo das ist so durch die Hoffnung könnte irgendwie noch was da sein.

00:51:11: Ich glaube auch nicht, dass er sich beißen sollte.

00:51:15: Also ich bin gläubig, ich gehe in die Kirche.

00:51:19: Ich tue mir nur schwer zu sagen ob das tatsächlich irgendwie so einen Gott gibt der da mit einem langen

00:51:27: Bad sitzt

00:51:28: und so...

00:51:29: Ich glaube auch sowas ist mit hervorragend!

00:51:31: Das ist Bildsprache.

00:51:32: Genau, dass

00:51:33: es Jesus gab, das glaube ich schon, das habe ich ja so gerade recherchiert

00:51:37: auf den Garten, hab

00:51:38: eine Doku gekucht Da schon, ja.

00:51:42: Ob er jetzt Wunder vollbracht hat?

00:51:44: Das weiß ich nicht!

00:51:45: Warum auch

00:51:46: nicht?!

00:51:46: Also ich mal... Aber dass es definitiv eine höhere Macht gibt, nennen wir's Gott oder wie auch immer, die manchmal dann auch über uns ja die Flügel ausbreitet in dem Fall von deiner Mama oder wie mein Vater gesagt hat was im Zug oder Zug bombardiert worden ist.

00:52:10: Ich muss dann irgendwie einen Schutzengel gehabt haben, ja also Schutzengeln ich weiß dass manche das nicht mögen diesen Begriff.

00:52:18: aber ich glaube schon dass es eine Macht gibt die dann durchaus entscheidet lebst du?

00:52:28: Oder ist jetzt deine Zeit genommen?

00:52:31: Einen Punkt, den Alice angesprochen hat, den finde ich auch spannend.

00:52:35: Weil er mich da vorher schon stark mit beschäftigt hat so die Frage inwiefern.

00:52:41: also sie beschreibt ja dass deine Schwester und die Reaktion deiner Schwester bei ihr auch eine Rolle gespielt hat wie Sie diesen Sperber dann wahrgenommen hat das da plötzlich auch der Gedanke dadurch erst kam.

00:52:54: so habe ich sie verstanden.

00:52:56: Das könnte möglicherweise der Opa sein der noch mal zurückgekommen ist.

00:53:01: Ja, meine Schwester hatte da einen Zweifel?

00:53:04: Ja und bei deiner Tochter war es ja offensichtlich so dass deine Schwester das dann so überzeugt davon war, dass das bei ihr erst den Gedanken ausgelöst haben könnte... Das ist vielleicht Opa jetzt, der nochmal da ist!

00:53:20: Der sich uns nochmal zeigt.

00:53:23: Das fand ich ganz spannend.

00:53:25: Meine Schwester ja sagte, warum sie das so gedacht hat.

00:53:28: Meine Schweste sagte Ja als er da saß vor der Terrasse drin, dann schaute er ganz ruhig und kann man auch sogar in Gedanken versuchen.

00:53:40: Und er war lange da.

00:53:41: Das sollten wir vielleicht noch mal sagen.

00:53:43: Er hatte eine Stunde oder?

00:53:44: Eine

00:53:45: Stunde.

00:53:45: Aber als er vor der Terasentür saß, er guckte ihn das Wohnzimmer rein

00:53:51: Ja.

00:53:51: Das macht ein Sperrmann nicht, ja?

00:53:54: Übrigens, ich unterbreche dich mal kurz vor euch da draußen.

00:53:57: die Fotos habe ich von Alice bekommen.

00:53:59: Toni hat die mir heute auch noch einmal geschickt.

00:54:01: Die hatte ich schon längst, das konnte ich dir ja nie sagen.

00:54:03: auf Instagram und auch auf meiner Website könnt ihr euch den Sperrer angucken es gibt mehrere Bilder davon ist schon beeindruckend.

00:54:11: Größerer Vogel!

00:54:12: Ihr bekommt auch einen großer Vogel und ihr könnt sowohl auf Instagram als auch auf meine Webseite Bilder von Toni und auch von Tonys Vater sehen.

00:54:21: Das noch mal dazu.

00:54:24: Er guckte ja ruhig durch die Tür und Alena sagte auf meine Schwester, dass die Katze auch auf der anderen Seite saß und ihn angeguckt hat.

00:54:34: also sie haben sich angegucht und die Katzer hat nicht gefaucht und er war auch nicht irgendwie verängstigt

00:54:41: oder sowas.

00:54:43: Und dieses Blicken, mein Schwester sagte dann später noch zu mir... Sie hatte das Gefühl, wenn sie jetzt die Tür aufmachte würde da reinkommen.

00:54:53: Aber hat es ihr das getan oder hast du das probiert?

00:54:55: Weißt du warum?

00:54:58: Das weiß ich nicht, warum.

00:54:59: Ich denke mal schon, dass sie Angst hatte.

00:55:04: Weil er ist ja nicht klein.

00:55:06: Ah,

00:55:07: okay!

00:55:08: Er ist schon vielleicht

00:55:09: nie so hoch wie der Missi

00:55:11: aber fast.

00:55:12: Ja, ich hätte gedacht, dass er Angst hat ihm zu verscheuchen Weil das auch schön war, aber gut.

00:55:19: Sie

00:55:19: hatte einfach Respekt, das zu tun und deswegen rief sie auch Alice an, dass die rüberkommt.

00:55:25: Weil er wollte ja nicht weg, der ist dann quasi vom Boden auf, dann auf diese Leuchtschnur hat sich dann gesetzt und da saß er dann noch und er hatte keine Anzeichen gezeigt, dass er jetzt irgendwie wegfliegen will oder verletzt war er aber nicht.

00:55:45: Und das ist ja wirklich eine lange Zeit.

00:55:47: Also ich habe auch noch mal recherchiert, Sperber sind ja Jagdvögel, ne?

00:55:53: Das habt ihr auch gesagt hat Alice glaube ich auch gesagt die nutzen tatsächlich.

00:55:57: oft hab ich rausgefunden auch Gärten als Jagdgebiet.

00:56:01: also dass er bei euch da aufgetaucht ist ist tatsächlich nicht ungewöhnlich.

00:56:06: Die reißen nochmal aber sieg deine Tauben und fliegen dann wieder.

00:56:09: Ja, also dass er da war.

00:56:11: Aber das er so lange da war scheint schon ungewöhnlich zu sein würde für dich.

00:56:18: wenn jetzt ein Vogelkundler den haben wir jetzt nicht da.

00:56:21: aber wenn jetzt jemand sagen würde Das ist durchaus auch ein sehr gewöhnliches Verhalten für so einen Vogel.

00:56:28: Auch die Art und Weise dass er euch lange angeschaut hat Dass es ruhig war Ist durchaus etwas sehr Gewöhnlich ist, würde das bei dir was verändern?

00:56:38: Ich

00:56:38: glaube nicht dass ich jetzt das anders sehen würden.

00:56:44: Weil also ich sehe das sehr kritisch Greifvogel in so einer unvermittellbaren Nähe zu den Menschen die ihn ansprechen, die zu bekommen.

00:56:58: Also wenn ihm tatsächlich nichts fehlte und es fehlt dem anscheinend nichts Das würde ein normaler, gesunder Vogel nicht zulassen.

00:57:12: Gehe ich jetzt davon aus?

00:57:14: Wie war das denn dann?

00:57:15: Habt ihr ihn oder deine Schwester und Alice ihn auch?

00:57:20: beobachtet einfach oder mit ihm irgendwie versuch

00:57:23: gesprochen doch auch gesprochen

00:57:25: aber ich bin sicher

00:57:26: ja also angesprochen was fehlt oder nicht

00:57:30: und wer hat er dann sich verhalten?

00:57:32: gar nicht da durchgesessen?

00:57:35: die bilder hat ja alles aus der nähe gemacht wie du schon gesehen hast

00:57:39: genau

00:57:39: schon relativ nahe Ich sag mal an dem Schnabel, aber schon so Meter und ein halb Entfernung hat sich ja diese Bilder gemacht.

00:57:50: Und du hast auch eine Ähnlichkeit zu deinem Vater?

00:57:54: Ja!

00:57:54: So

00:57:54: wie er da saß... Das hat Alena dann gesagt, guck dir mal an, guckt dir mal seine Körperhaltung weil er hat die Feder so aufgestellt

00:58:04: und

00:58:05: hat dann zwischendurch mal die Augen zugemacht, dann wieder aufgemacht Und so sein Profil.

00:58:16: Ich sag mal, unser Vater hat ja wirklich eine wichtige deutsche Nase und dieser Sperr war sah dann von der Seite aus ein bisschen wie unser Papa.

00:58:26: Also schaut euch die Bilder an ihr Lieben?

00:58:28: Ja

00:58:29: aber auch diese Körperhaltung, wo wir erst gedacht haben es geht nicht so ist das ihm unwohl.

00:58:35: So wer die Fäder aufgestellt hat und so wie unser Vater die letzten Tage vor dem Tisch gesessen hat so ihm sich gekehrt und auch mal zwischendurch mal eingeschlafen beim Frühstück, beim Familienfrühstück.

00:58:51: Da hat Alaina auch gesagt, guck mal der sieht ja wirklich aus wie Vater.

00:58:55: Und

00:58:56: das kann ich ja auch nur bestätigen.

00:58:58: Ich glaube Alice würde jetzt sagen, ihr habt tatsächlich oft in Bildern.

00:59:04: Seien teilweise wie Vater uns.

00:59:08: Also ich finde das schon wirklich sehr beeindruckend.

00:59:10: Als du mir das erzählt hast, fand ich es auch faszinierend.

00:59:16: Vor allen Dingen die Tatsache, dass er so lange da war.

00:59:20: Gab es danach noch Ereignisse oder Momente

00:59:25: wo du

00:59:26: oder jemand von euch von der Familie ein Tier gesehen hat?

00:59:30: Oder ein anderes Eregnis, wo ihr das Gefühl hattet... Jetzt ist er präsent, jetzt ist er irgendwie da.

00:59:37: Mir ist das letztes Jahr passiert auch wieder im Herbst?

00:59:41: Ja Ich

00:59:41: war in Büro ich war am Arbeiten und es war ein sehr schwerer Tag.

00:59:48: Es war viel zu tun, viel Stress Und ich weiß nur wie ich dann da saß hab gedacht wo entweder werde ich krank also fühle mich irgendwie nicht ganz gut.

00:59:59: Und die saß beim Chef ins Zimmer Und als sein Handy klingelte und er dran ging, dann guckte ich durch das Fenster auf die Bäume wo sonst die Krähen.

01:00:10: Das ist ja diese von dem Bahnhof-Krähenbäume.

01:00:15: Da sah ich plötzlich einen Sperber der da sich gerade auf den Laternenmaß gesetzt hat oben drauf,

01:00:28: auf die Leuchte.

01:00:29: Ja.

01:00:30: Und das war ziemlich weit weg.

01:00:33: Bin ich jetzt oder ist es wirklich so?

01:00:35: Also, ich fühlte mich nicht gut.

01:00:36: Das war ja auch so November oder sowas wo ich innerlich und ruhig war und so.

01:00:41: und dann plötzlich fang' ich mit meinem Auge diesen Schwerbar der da draußen sitzt.

01:00:47: Und dann dachte ich Nein!

01:00:49: Noch nie habe ich da einen gesehen.

01:00:51: das sind ja auch Kränen die kränen streiten sich manchmal mit den Greifflügel.

01:00:56: und dass Das Krasse war, es haben irgendwann mal auch mal weggeflogen.

01:01:01: Und das Krasser war... Ich bin in der Mittagspause raus gegangen und mit meiner Freundin zu telefonieren.

01:01:09: Und plötzlich flog er aus der Richtung, also ich bin dann so Richtung Stadt gegangen.

01:01:14: Und lustig kam er von diesen Cranebäumen, machte einen Vogel vor mir und setzte sich dann am Gleis eins auf die nächste Laterne, also näher.

01:01:28: Und da musste ich stehen bleiben.

01:01:29: Das ist ja wirklich spannend!

01:01:30: Da musste ich stehend bleiben weil ich dachte das ist doch schon wieder ein Sperber und der guckte mich auch an.

01:01:38: Der guckten mich wieder an.

01:01:43: Das war letztes Jahr.

01:01:46: Also man kann jetzt sagen man kann auch spinnen aber irgendwas... Irgendwas ist da.

01:01:53: Also ich kann nur fühlen, irgendein Zeichen kamen.

01:01:57: Ja?

01:01:59: Oder wie zum Beispiel sowohl meine Schwester als auch ich im Traum gesehen haben, unabhängig voneinander und mit einem riesigen Zeitabstand.

01:02:09: also ich habe ein Traum sehen das wir in einer U-Bahn oder einen Zug fahren und mein Vater sitzt da und plötzlich bleibt der Zug stehen und mein Vater steht auf geht raus und verliert sich in der Menschenmenge.

01:02:25: Und ich rufe ihm und sage, Papa, wo willst du hin?

01:02:28: Bleib mal stehen oder dreh dich nicht mal oben verschwindet

01:02:31: einfach.

01:02:32: Ja, das was kenne ich auch!

01:02:33: Und meine Schwester sah... Die gleiche Situation im Krankenhaus.

01:02:38: in so'n Flur war dann auf einmal ein Stand also ohne Rollatte, ohne nix und ist einfach gegangen und sie hat auch hinterher gerufen und er drehte sich auch nicht um und ging.

01:02:51: Ich glaube Das war der Moment, wo ich sage jetzt davon was ganz platt die Seele dann durch die Erde

01:03:01: verlassen hat.

01:03:03: Weil ich habe ihn seitdem auch nicht mehr in den Träumen gesehen.

01:03:09: Also irgendwas ist zwischen Himmel und Erde da?

01:03:13: Dann etwas, was wir nicht erklären können...

01:03:16: Wir hatten ja schon über diese Nahtodfolgen gesprochen.

01:03:20: Da kamen wir auch darauf.

01:03:21: dann und da hast du mir das schon damals erzählt von deinem Vater, also wenn euch das interessiert die ersten drei Folgen von Schatten bis Svan, da geht es um Nahtoderfahrung Es geht um verschiedene Nahtodorfahrungen Und es geht darum, welche möglichen wissenschaftlichen Erklärungen dafür gibt und wie Menschen aber auch damit umgehen.

01:03:41: Was das mit Menschen macht wenn sie dasselbe erlebt haben oder jemand aus der Familie das erlebt hat.

01:03:47: also wenn euch das interessiert hört euch das gerne mal an.

01:03:51: Ich würde dich gerne so zum Schluss jetzt auf ein anderes Thema noch ansprechen Auch eine Folge von Schattenwissbarn und zwar das Thema Kryonic.

01:04:02: Hast du dir die Folge angehört?

01:04:05: Jetzt für euch da draußen, wenn ihr die Folge nicht gehört habt und euch fragt was ist das überhaupt?

01:04:09: Also kurz gefasst geht es darum dass es Wissenschaftler gibt.

01:04:16: Die die Hoffnung haben, dass die Wissenschaft irgendwann so weit ist und die Medizin irgendwann soweit ist, dass man Krankheiten, die man heute noch nicht behandeln kann ,dass man die behandeln können wird.

01:04:27: Und viele tausende von Euro oder Dollar kann man sich tatsächlich direkt nach dem Tod einfrieren lassen, das heißt den Körper einfriern lassen.

01:04:37: und es gibt Menschen die tun das.

01:04:38: Die werden in speziellen Zylindern sozusagen tief gefroren.

01:04:43: wie das Ganze funktioniert beschreibe ich in der Folge auch genauer.

01:04:46: manche lassen aber auch nur den Kopf einfriere in der Hoffnung dass irgendwann das Gehirn dann wieder Erweckt werden kann und manche eben den ganzen Körper in der Hoffnung, dass wir langsam aufgeteilt werden.

01:04:59: Und dann mithilfe der weiterentwickelten Wissenschaft und Medizin wiederbelebt werden können.

01:05:05: Nach dem was du jetzt gesagt hast also Du hast schon eine starke Überzeugung Glauben und Intuition.

01:05:14: hast du das genannt?

01:05:14: Das fand ich auch sehr schön!

01:05:15: Dass es sowas gibt wie unsere Seele und dass wir weiter existieren.

01:05:19: Passt das für dich zusammen mit so einer Geschichte?

01:05:23: Nee, ehrlich gesagt nicht.

01:05:26: Weil ich denke mal... Ich denke nicht dass die Seele dann in diesen aufgetauten Körper wieder zurückkehren

01:05:34: kann.

01:05:35: Irgendwie glaube ich nicht.

01:05:36: irgendwie passt das nicht zusammen für mich.

01:05:39: also ich meine Die Seele findet dann schon eine andere Verwertung oder eine Verwendung.

01:05:44: Also das wäre für mich zum Beispiel auch so eine ganz wichtige Frage, mir wird es nicht reichen wenn ich mich diese Vorstellung gibt es ja auch in ein großes Ganzes auflöse?

01:05:54: Ich glaube dass ist so eine buddhistische Vorstellung auch sondern ich würde wendern schon gerne auch als ich weiter existieren Und würde gerne auch meinen Vater und eben viele andere, die schon verstorben sind, wieder treffen.

01:06:09: Gibt aber auch eine Menge Leute, die muss sich nicht wieder treffen, die wird ja dann auch wieder sehen!

01:06:13: Das ist noch mal ein anderer Punkt vielleicht auch eine eigene Folge... Was glaubst du also wenn Du von der Seele sprichst?

01:06:21: Und dein Vater, der dann irgendwann ganz gegangen ist, ist eher als Individuum gegangen weil er ja auch so wie Du das beschrieben hast Dein Vater noch mal ein Zeichen gegeben hat und euch in Form zum Beispiel dieses Sperbers nochmal begegnet ist.

01:06:41: Stellst du dir das vor?

01:06:42: Ich

01:06:43: glaube nicht, dass die Seele so in Einzelteile zerfällt.

01:06:46: ich glaube schon eher, dass dann als individuelle Seele

01:06:50: greibst

01:06:51: nur, dass du dir vielleicht eine andere Verwendung suchen musst.

01:06:56: Zum Beispiel was meinst du denn?

01:06:58: Ja zum Beispiel... Also ich möchte jetzt nicht mehr vorstellen, dass sich im nächsten Leben als schon Schwein geboren wird.

01:07:06: Das ist vielleicht nicht.

01:07:08: Aber das man dann einfach eine andere Aufgabe bekommt aber dann als Person die du warst.

01:07:14: also zumindest stelle ich mir das

01:07:17: vor.

01:07:18: Ja.

01:07:19: Das heißt man würde schon als ... Du würdest wieder als Antonina wiederkommen?

01:07:24: Das glaube ich nicht.

01:07:25: Aber als in einem anderen Mensch... Aber

01:07:29: mit damit, was ich für eine Erfahrung hier gemacht habe?

01:07:32: Ja!

01:07:34: Dann vielleicht auch im anderen Universum auftauchen.

01:07:38: Ich kann da jetzt nicht so definieren, was passiert aber ich glaube schon dass du hast ja als Seele ... Als ein Mensch ist es eine Seele Die Erfahrungen gemacht, du hast Fehler gemacht.

01:07:54: Du hast dir wieder vielleicht glatt gebügelt?

01:07:56: Du hast wertvolle Momente, wertvoller Erfahrungen gesammelt was alles dich ausgemacht hat.

01:08:10: Es ist ja nicht nur der Körper das dich ausmacht, sondern all das was du erlebt hast alle Erlebnisse, alles Schöne, alles schlechte hast du ja erlebt und das hat dich geformt.

01:08:22: Und ich glaube, das kann man nicht einfach so zerstreuen und irgendwie wieder was wie aus dem Lego ist.

01:08:31: Wieder etwas Neues

01:08:32: brauchen.

01:08:33: Ich habe die Vorstellung dass du als dieses Individuum auch weiter gehst.

01:08:40: Man fragt

01:08:41: sich nur wohin?

01:08:42: Also

01:08:43: da weiß ich jetzt nicht.

01:08:44: Wie gesagt Sternstaub ja aber vielleicht geht man dann

01:08:51: zu

01:08:52: Jupiter oder Uranus, Saturn oder einer seiner Munde.

01:08:57: Ich weiß es nicht.

01:08:59: Aber dann doch definitiv als dieses konzentrierte ...

01:09:05: Was dich ausmacht?

01:09:07: Was dich als Toni und Antonina ausmachten.

01:09:11: Ja,

01:09:13: aber wäre schon schön, wir würden auch unseren Väter wieder begegnen.

01:09:17: Es wär gut, auf dem gleichen Jupiter landen zu können.

01:09:21: oder auf jeden Fall.

01:09:22: Man hat ja auch oft das Gefühl, wenn man hier Menschen trifft, man hat das Gefühl wir kennen uns doch.

01:09:30: Haben wir nicht beide so das Gefühl?

01:09:31: Wir kennen uns!

01:09:34: Ist das vielleicht

01:09:35: schön?

01:09:35: So ein Vertrautser, dass wir uns schon mal irgendwann begegnet sind in einem anderen Leben.

01:09:41: Das finde ich auch einen sehr schönen Gedanken.

01:09:43: vor allen Dingen geht da so weg von diesem dogmatischen also eine bestimmte Religion die eine bestimmten Vorstellung hat weil das verbindet jetzt wirklich auch so buddhistischen Gedanken verschiedener Gedanken.

01:09:57: Also Ich würde mich sehr sehr freuen Gehe ich mich auch.

01:10:00: Ich hoffe, dass wir hier noch ganz viel Zeit zusammen haben und mich aber sehr freuen, wenn es irgendwie auch irgendwo weitergeht.

01:10:09: Für mich klingt das so als hättest du keine Angst vor dem Tod oder dass sich das zumindest tröstet?

01:10:15: Oder dir guttut den Gedanken, dass es doch in irgendeiner Form weitergehen kann?

01:10:21: Man stirbt ja zu Glück nur einmal...

01:10:24: Seid denn, du lässt dich einfrieren!

01:10:29: Also ich würde jetzt nicht sagen, dass ich keine Angst vor dem Tod habe.

01:10:35: Man weiß ja auch nicht wie der Tod so ist aber man hat ja wahrscheinlich auch Schmerzen oder Atemnot...

01:10:44: also das Sterben!

01:10:45: Der Prozesssterben

01:10:48: ist sicherlich nicht so einfach denke ich mal Und ich hab ja dann auch im Krankenhaus, im Warstein mir das nicht verdrücken können die... die Krankenschwester zu fragen.

01:11:05: Wie ist mein Vater gestorben?

01:11:09: Da

01:11:09: hatte sie gesagt, der ist friedlich eingeschlafen.

01:11:15: In dem Moment dachte ich, du lügst!

01:11:20: Aber was habe ich denn noch erwartet, dass sie mir jetzt erzählt?

01:11:23: Was ich gegrillt hat oder so.

01:11:26: Aber wenn es tatsächlich eine Geschichte gibt wie zum Beispiel von meiner Ur-Oma müterlicherseits, Oma Katharina die mit meiner Mutter ja auch die Deportation durchgangen ist und die tatsächlich gesagt hat, so ich ziehe jetzt mein Kleid an.

01:11:47: Ich denke jetzt noch was ist jetzt noch etwas?

01:11:50: Ich habe alles getan.

01:11:51: Vater unser im Himmel.

01:11:53: Dann sind die Augen zugemacht oder war sie weg?

01:11:58: Ja also gibt es das durchaus dass die Menschen einfach jetzt bewusst gehen wie Sie zum Beispiel bei der Oma wenn wir über die Oma sprechen.

01:12:12: sie hat an Tag zuvor ihre ganze Verwandtschaft gesehen, die schon weg war.

01:12:17: Ihre Söhne, ihren Ehemann, der übrigens auch erschossen sind aus Volga Deutsche in den dreißiger Jahren.

01:12:26: aber sie hat dann gesagt so heute war Jakob

01:12:31: da

01:12:32: und meine Söhnen waren da und die haben gesagt Katarina pack du kommst mit

01:12:39: ja

01:12:39: wahnsinn.

01:12:42: Tag später oder zwei Tage später bereitet sie sich vor und sagt, du hattest unser Himmel.

01:12:48: Ich bin bereit.

01:12:50: Das kann man sich nur wünschen.

01:12:52: Dass man so gehen darf unabhängig davon ob es weitergeht oder nicht.

01:12:57: aber das kann man auch nur den Menschen wünscht die man liegt dass sie auch so gehen dürfen.

01:13:10: Also ich hoffe, dass es so war wie die Krankenschwester gesagt hat Bestellt.

01:13:16: Aber man denkt ja natürlich, wie passiert das dann?

01:13:21: Wenn es soweit ist.

01:13:22: Aber auch wie du hoffe ich, dass noch lange uns vorbehalten wird diese Erfahrung zu machen.

01:13:30: und man möchte jetzt nicht erleben wenn die Menschen so an den Krieg denken oder so.

01:13:39: Das ist mein großes Anliegen der Kriegaufhör oder die Kriege aufhören.

01:13:49: Weil das ist mit Sicherheit sehr schwerzhaften, sehr schrecklich.

01:13:54: Und ich finde da ist es auch schwierig um nochmal so zum Abschluss noch diese Gegenstimme reinzubringen.

01:14:00: Da finde ich ist es wirklich auch immer schwierig an einer Art von Macht zu glauben und ein Vertrauen in eine Macht zu haben, die entscheidet dass diese Menschen aber dann leiden müssen und auch sterben müssen.

01:14:15: Also du hast das ja vorhin auch gesagt, dass du schon glaubst und einfach hoffst, dass da etwas ist was den Menschen ansieht.

01:14:24: Du bleibst noch und kannst jetzt gehen aber manche müssen halt auf eine sehr furchtbare Art gehen Und das finde ich macht es wirklich dann auch wieder schwer.

01:14:36: Also das ist auch so etwas, wo ich merke.

01:14:39: Wie kann man Eltern erklären dass ihr Kind sterben musste?

01:14:41: Welche Macht kann sowas zulassen?

01:14:43: Das ist ja wirklich auch so ein grundlegender Gedanke.

01:14:47: zum Abschluss liebe Toni Ich stelle ja immer diese Frage zu oder sage immer bleibt offen bleiben neugierig.

01:14:54: Ich glaube es schon ziemlich klar oder ich habe eine Vorstellung davon was wird sagen wofür sollen wir offen bleiben?

01:15:01: Wir sollen auf jeden Fall offen bleiben für das, was um uns passiert.

01:15:09: Und zwar nicht nur dass wir immer den Menschen zuhören oder zusehen sondern auch die Natur Die Tiere Bäume und Gräser weiß ich nicht.

01:15:24: also Ich glaube dass in meiner Vorstellung ist es so ein bisschen von Avatar Weißt du?

01:15:32: Dass da auch wirklich alles verbunden, ineinander verwoben ist.

01:15:37: Und dass auch durchaus manchmal die Zeichen von außerhalb kommen und nicht unbedingt von den Menschen.

01:15:45: Ich würde sogar sagen am wenigsten von denen.

01:15:49: Aber es gibt so viel Schönes um uns herum.

01:15:53: Auch die Musik ist etwas was wunderbar... Was

01:15:58: ist ja auch deine Welt?

01:16:00: Wunderbar etwas gibt, etwas spürt.

01:16:05: Also du spürst etwas... Spüren lässt, so wollte ich das sagen.

01:16:08: Spülen lässt und dass die Musik dich wirklich vor Boden heben kann.

01:16:14: Das habe ich auch erlebt.

01:16:18: Und da muss man glaube ich ja dafür die Augen, die Ohren und auch alle anderen Sinnesorgane aufhalten weil

01:16:28: Das ist so schön, das passt so schön zu dem was ich heute Morgen mal wieder gemacht habe.

01:16:33: Was ich auch häufig mache Ich bin heute morgen im Park zu einem schönen großen Baum gegangen Zu einer Buche und hat meine Hand auf den Stamm Gelegt.

01:16:46: Und das mache ich ganz oft und dann hab' ich wirklich das Gefühl Obwohl ich ja auch tatsächlich ein skeptischer Mensch Bin.

01:16:55: Aber dann habe ich das Gefühl der Baum, der gibt mir Ruhe und Kraft.

01:17:00: Als ob da wirklich Ruhe- und Kraft durch diesen Baum durchbließt nicht habe, dass bei jedem Baum... Ich bin niemanden, der mit Bäumen spricht.

01:17:08: Ich umarme die auch nicht.

01:17:11: Das tue ich nicht, gehe auch nicht in den Wald und schreihe aber ich halte immer mal wieder an und halte einfach nur ganz kurz meine Hand, die ausgebreitete Hand am Baum Und es ist warm und es tut unheimlich gut.

01:17:26: Das erdet, das ist so eine Wärme – da habe ich gerade gedacht also, dass ja auch so ein pantheistischer Gedanke was Göttliches in allen Leben ist.

01:17:37: Also in der Natur ist wie du gesagt hast.

01:17:40: genau das habe ich heute Morgen gemacht im Park.

01:17:42: Das war ein sehr schönes Gefühl.

01:17:46: Toni, Wunderschöner Abschlussgedanke.

01:17:50: Ich kann euch das nur empfehlen, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen.

01:17:53: Ich werde übrigens jetzt viel mehr auf Sperber achten!

01:17:57: In Soß haben wir ganz viele Kränen... ich liebe die übrigen.

01:18:01: Das ist hier sehr umstritten.

01:18:03: Die dagegen und die dafür sind.

01:18:05: Es sind kluge Tiere und es war toll wenn sie den Menschen wieder ein Schnäppchen schlagen.

01:18:10: aber ich werde jetzt auch mal drauf achten ob ich so einen Sperbersiehe.

01:18:14: Den Sperberg den Alice fotografiert hat, den seht ihr wie gesagt auf Instagram.

01:18:19: Ihr seht Toni und ihr seht Emil, Tonys Papa auch auf Instagram.

01:18:25: Tony ich bedanke mich wirklich sehr dass du so offen bist.

01:18:31: lieber Alice Ich danke dir auch auf diesem Weg das du diese Sprachnachricht geschickt hast mit der wir deine Mama überrascht haben.

01:18:37: Du hättest ihren Blick sehen sollen.

01:18:40: Das war eine Überraschung Toni, oder?

01:18:42: Ja auf

01:18:42: jeden Fall.

01:18:43: Aber auch eine

01:18:45: Schöne.

01:18:45: Ja das hoffe ich doch!

01:18:48: Ich würde mich sehr freuen ihr da draußen wenn ihr Lust habt uns eure Gedanken zu dem was ihr jetzt gehört habt von Toni und ihrem Vater von der Familie von dem was wir gesprochen haben.

01:19:02: Wenn ihr uns Rückmeldung geben möchtet, darüber freuen wir uns sehr.

01:19:06: Treibt uns einfach eine Nachricht und Kontaktadresse kommt in die Show Notes.

01:19:11: Wir freuen uns auf eure Rückmeltungen.

01:19:13: Teilt diese Folge gerne erzählt von der Folge Und lasst uns wissen welche Gedanken ihr dazu habt.

01:19:19: Ich danke auch.

01:19:21: Es war mir eine Ehre

01:19:23: Es war mehr eine Ehra und jetzt haben wir es wirklich geschafft diese Folge zusammenzumachen.

01:19:27: ich bin mir ziemlich sicher das wird nicht die letzte Folge sein.

01:19:30: Ja, bin gespannt.

01:19:32: Ich freue mich auf euch, wenn es das nächste Mal wieder heißt.

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